10 September 2008

Was ihr wollt

Moin Hermann!

Frühstück! Zum Glück ruft keiner zum Aufbruch, und im Wesentlichen ist es ein ruhiger Tag. Oder? Nach verschiedenen gegensätzlichen Informationen zum Thema Motorradrücktransport wird die Entscheidung verschoben. Ein Sammelcontainer ist nicht in Sicht, Luftfracht vermutlich zu teuer, und Zeitnot führt nur zu unnötigen Kosten. Locker bleiben!
Zum Glück darf ich das Steppenkalb eine Weile beim Wirt unterstellen - vielen Dank! Vielleicht drängt sich ja ein hartnäckiger Käufer auf. Einer war schon auf dem Hof…

Wir machen uns dafür noch einmal auf den Weg in die Stadt. Zuerst fällt aber beim Jeep die Drehzahl ab. Was geht? Nix geht, Motor aus. Die Batterie schafft gerade mal noch einen Neustart, und die Fensterheber laufen nur bei hoher Motordrehzahl. Unsere Diagnose: Unterspannung.
Wir steuern eine Werkstatt an, die mit zertifiziertem Personal wirbt und schildern das Problem. Ein Monteur holt ein digitales Multimeter, stellt es auf “Ohm” und misst bei laufendem Motor an der Batterie herum. Dann schaltet er auf “Wechselspannung”. Diagnose: Lichtmaschine austauschen.
Gleich riecht er
Na wozu habe ich E-Technik studiert, das hier kann ich jedenfalls nicht gut mit ansehen, schnappe mir das Teil und finde heraus, dass man sehr wohl auch eine Gleichspannung messen kann. 9 Volt - also macht Watt Ihr Volt, aber ich würd mal die Batterie tauschen.
Mit der Neuen klappt es dann auch, und ich erwarte keine Klagen, dass die in drei Tagen den Geist aufgibt.

Als Nächstes besuchen wir noch einmal den Basar - ich verkneife mir den Kauf einer hübschen Kommode. Man kann wählen zwischen Orange und Orange. Mongolische Möbel Teil IDekorationMarkenwahre
Weiter geht’s in die City, etwas bummeln, etwas schlendern, dann zum Fast-Food. Gar nicht schlecht, was sie hier anrichten.
Das Getränk bitte ohne Eis

Weiter zum Museum, wir wollen doch noch den Dinosaurier sehen! Die allerdings beeindrucken dann wirklich, das größte Skelett füllt eine riesige Halle und macht Eindruck. Zwei weitere Dinos sind beim Kampf um Leben und Tod beide umgekommen und nach Pompeji-Manier in der Vulkanasche konserviert worden.
Leben eben!
Auch ein Relikt - vielleicht Kriegsbeute?
Dann haben wir noch einen Theaterbesuch auf der Liste. Wir kommen fast zu spät, weil uns ein Polizist kurz vorher aufhält: Platz für das Auto des Präsidenten! Der Staatschef besucht die selbe Theateraufführung wie wir, und wir erleben einen bunten Abend mit Tanz, Folklore und traditioneller Musik.
Farbenfrohe FolkloreCombo mit mongolischer Pferdekopfgeige

Was die aber auch alles auf dem Kasten haben! Wirklich beeindruckend sind die Obertongesänge, die sich anhören wie nicht von dieser Welt. Ein einzelner Sänger mit einer Gitarre füllt den Saal mit allen Tönen, die ein menschliches Ohr überhaupt hören kann. Und mehr!

Mongolische Möbel Teil II

Abends im Guesthouse dann das Unvermeidliche: kofferpacken! Das Taxi kommt um 6 Uhr, und bis dahin können wir dann noch fünf Stunden schlafen.
Aber bestimmt kann ich im Flieger noch etwas schlafen.


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